Der Orionnebel – Und was wir wirklich im Teleskop sehen

Wie finde ich den Orionebel und wie sieht er tatsächlich für das Auge aus?

Der Januar ist kein wirklich toller Monat um sich mit dem Teleskop nach draussen zu begeben, aber es gibt Objekte, die können bereits im Fernglas für ein Staunen sorgen. Zu diesen Objekten gehört der Orionnebel.

Der Orionnebel, oder auch M42, ist zur Zeit sehr dominant am Südhimmel zu sehen. Er gehört zu den aktiven Brutstätten für neu entstehende Sterne und ist eines der schönsten Objekte am Nachthimmel. Er ist quasi nicht zu verfehlen. Man kann den Nebel, sofern die Augen noch gut sind, bereits ohne Hilfsmittel sehen. Ein Blick durch ein Fernglas offenbart dann direkt eine nebelartige Struktur rund um die 3 unteren Sterne. Und es ist ein Objekt welches wir dann im Teleskop wunderbar beobachten können.

Was das menschliche Auge im Okular jedoch sieht, ist nicht etwa das bekannte, farbenfrohe Bild welches wir von Zeitschriften sehen, wir erkennen den Nebel als grünlichen Schleier. Wie bereits in Astronomie Allgemein -> Das Auge beschrieben, hat unser Auge nichtdie Belichtungsfähigkeit einer Fotokamera, deswegen erscheint der Nebel im Auge des Betrachters lediglich im grünen Schimmer. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Ich bin immer wieder von dem Anblick überwältigt. Ob mit Fernglas oder Teleskop.

Wo finde ich den Orionnebel denn aktuell genau?

Man benötigt keine teuren Apps oder Kartenprogramme um den Orionnebel zu finden. Ganz aktuell steht der Orion ziemlich genau im Süden, am unteren Horizont. Wenn Ihr den Mond seht, einfach ein wenig weiter nach Westen wandern, Ihr solltet das hier gezeigte Gebilde recht schnell entdecken.

Und hier ein wunderschönes Video vom Orionnebel auf youtube:

Viel Spaß beim beobachten!